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Gott

Fragen zeitgenössischer Frömmigkeit: Wo ist Gott?

Im Jahr 2013 hat eine Tagung der Akademie zeitgenössische Fragen zu Glauben und religiösen Erfahrungen heute aufgegriffen.

Längst erreicht die Kirche nicht mehr alle gesellschaftlichen Milieus, während Sinnsuche und persönliche Spiritualität weiter boomen. Die Begründungs- und Gestaltungsfähigkeit des christlichen Glaubens hat stark abgenommen – das ist offensichtlich.

In den zurückliegenden Jahrhunderten, während der Herausbildung der sogenannten Neuzeit, gab es einen tiefen Wandel  in dem Selbst- und Weltverständnis des Menschen. Die naturwissenschaftlich-technisch bestimmte Gesellschaft, in der wir leben und als deren Teil wir uns „selbstverständlich“ verstehen, kann ohne „die Hypothese Gott“ auskommen. Das hat vor allem seit 1945 wesentlich zu dieser veränderten Einstellung gegenüber Kirche und Glauben beigetragen. Der „Glaube an Gott“  ist heute in erster Linie in den Bereich  der persönlichen Gestaltung verbannt.

Wie können Gotteserfahrung und Gottesrede wieder mehr Raum im Alltag gewinnen? Welche neuen Impulse können hier gesetzt werden, um für Gotteserfahrung und Gottesrede wieder mehr Raum im gesellschaftlichen Alltag zu schaffen? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Tagung an der Evangelischen Akademie im Rheinland. In der Auseinandersetzung ging es sowohl um neue Möglichkeiten für persönliche Glaubenserfahrungen als auch um neue Formen einer öffentlichen Rede von Gott.

Wie und wo kann der Einzelne heute religiöse Erfahrungen sammeln? Wie kann er diese Gotteserfahrung in seinem Alltag verorten? Mit welchen Worten kann er im öffentlichen Raum über seinen Glauben sprechen, wo eine christliche Weltdeutung nicht mehr selbstverständlich ist?

Christentum zwischen Säkularisierung und Neuaufbruch: Der Eingangsimpuls kam von dem Religionsphilosophen Dr. Martin Knechtges, wissenschaftlicher Referent an der Katholischen Akademie in Berlin. Er gab einen Überblick über den Wandel des Religiösen und über das Christentum zwischen Säkularisierung und Neuaufbruch.

Wie ermöglichen Musik, Kunst, Gottesdienst relgiöse Erfahrung?
Musik, Kunst, aber auch der Gottesdienst können (neue) Zugänge zum Glauben öffnen. Überlegungen dazu kommen von Kantor Jens-Peter Enk, dem Leiter der Arbeitsstelle Kirchenmusik im Theologischen Zentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), von Professor Dr. Horst Schwebel, dem früheren Direktor des Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart, und von dem evangelischen Theologen Patrick Fries M.A., Saarbrücken.

Dem evangelischen Glauben, der auf das Wort, die Schriftauslegung, ausgerichtet ist, haftet im Unterschied zum katholischen Glaubensvollzug häufig das Prädikat „nüchtern“ an. Welche Wege und Räume bietet er für persönliche religiöse Erfahrungen? Diesen Aspekt griff Landespfarrer Christoph Nötzel in seinem Beitrag auf. Nötzel ist Leiter des Amtes für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste der EKiR und Kooperationspartner der Tagung.

Welche Spielräume lässt schließlich die naturwissenschaftlich-technische Moderne der religiösen Erfahrung? Dr. Frank Vogelsang maß den Spielraum aus, den die naturwissenschaftlich-technisch geprägte Moderne der religiösen Erfahrung lässt. Er plädierte dafür, viel offensiver die Fähigkeit der Wirklichkeitsdeutung durch religiöse Traditionen zu vertreten.

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hbl / 22.05.2013



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