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Mensch

Medizinisches und seelsorgerliches Handeln in der Sterbebegleitung

Mit der medizinischen und seelsorgerlichen Begleitung von Menschen im Übergang zwischen Leben und Tod beschäftigte sich 2012 die Akademie-Tagung: "Leben können, aber sterben wollen. Entscheidungen am Ende des Lebens".

Sterben ist heute nicht mehr ein unveränderlicher, natürlich vorgegebener Prozess. Meist ist das Sterben in eine Vielzahl von medizinischen Entscheidungen eingebunden, denen sich Angehörigen und Ärzte, auch der Sterbende selbst stellen müssen.

Bei der Begleitung von Menschen am Ende des Lebens können schwerwiegende Konflikte entstehen
In der Begleitung von Menschen am Ende des Lebens können schwerwiegende Konflikte entstehen. Wie handelt man, wenn Menschen angesichts ihrer Lage den Wunsch äußern, sterben zu wollen, obwohl der körperliche Sterbeprozess noch nicht eingesetzt hat? Welche medizinischen Optionen gibt es im Rahmen einer passiven Sterbehilfe? Wie kann die begleitende Seelsorge darauf reagieren? Diesen Situationen und Konflikten galt das besondere Augenmerk der Tagung, auf der sowohl Mediziner wie auch Seelsorger ihre Sicht einbringen.

Welche Wege gibt es beim ärztlichen Handeln?
Welche Wege gibt es beim ärztlichen Handeln? Professor Dr. Franz Dumoulin, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin im Gemeinschaftskrankenhaus St. Elisabeth/S. Petrus/ St. Johannes, Bonn ging in seinem Vortrag zur Praxis im Krankenhaus auf Problemfälle zwischen passiver Sterbehilfe und assistiertem Suizid ein. Die Möglichkeiten der Palliativmedizin zeigte Professor Dr. Friedemann Nauck, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und Direktor der Palliativmedizin in der Universitätsmedizin in Göttingen, auf.

Welche ethischen Konflikte können enstehen?
Welche ethischen Konflikte kann es in der Begleitung von Menschen am Ende des Lebens geben? Dazu äußerte sich der evangelische Krankenhausseelsorger Professor Dr. Ulrich Eibach, Bonn. Pfarrer Wolfgang Jacobs, Köln, ist Vorsitzender des Konvents der Krankenhausseelsorgerinnen und –seelsorger der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR); er sprach über die Herausforderungen für die begleitenden Seelsorgerinnen und Seelsorger.

Bedeutet das Recht auf Leben auch eine Pflicht zum Leben? 
„Bedeutet das Recht auf Leben auch eine Pflicht zum Leben?“ Diese Frage wurde auf der Landessynode 2012 der rheinischen Kirche aus theologischer Sicht behandelt. Auf den aktuellen Diskussionsstand ging die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Suizid und Leiterin der Abteilung Seelsorge des Kirchenkreises Düsseldorf, Pfarrerin Dr. Barbara Schwahn, ein („Die gegenwärtige Diskussion um Suizid, Suizidprävention und Suizidbegleitung in der Evangelischen Kirche im Rheinland“). Die Orientierungshilfe der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) zum Thema "Leben hat seine Zeit, Sterben hat seine Zeit" stellte Professor Dr. Frank Mathwig, Institut für Systematische Theologie an der Universität Bern/Schweiz, vor.

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hbl / 18.11.2012



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