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Veröffentlichung zur Weisheitlichen Theologie

Tagungsdokumentation "Wie geht Glauben?"

Die Diskussion um den theologischen Zentralbegriff des Glaubens steht im Mittelpunkt des Buches "Wie geht Glauben?", das eine Tagung aus der Reihe zur weisheitlichen Theologie dokumentiert.

Frank Vogelsang, Johannes von Lüpke (Hg.): Wie geht Glauben?

Frank Vogelsang, Johannes von Lüpke (Hg.): Wie geht Glauben?

Glaube - eine der der drei großen Gaben des Heiligen Geistes
" 'Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei' werden in der Bibel (1. Korinther 13,13) eng zusammen gesehen und als die großen Gaben des heiligen Geistes gerühmt. Vom christlichen Glauben zu reden, ist innerhalb der christlichen Tradition sehr üblich. Doch worauf genau bezieht sich der Begriff? Inwieweit unterscheidet er sich von der Liebe und der Hoffnung? 

Wie ist Glaubensgewissheit trotz und in aller Unsicherheit begründet? 
Zweifellos verhält es sich heute mit dem Glauben anders als mit der Liebe. Die Liebe ist in unserer Gesellschaft das anschlussfähigste Wort der christlichen Botschaft. Von der Liebe redet man gern und viel, nicht nur von der erotischen Liebe, auch von der karitativen Liebe, der Nächstenliebe. Die Liebe gehört mitten hinein in unser Leben. Es fällt uns nicht schwer, sie zu verorten, zumindest aber, ihren Mangel zu vernehmen. Doch ganz anders ist es mit dem Glauben. Der Glaube gilt als etwas Privates, etwas, über das man nur ungern spricht. Die Unsicherheit beginnt schon bei der Selbsterkenntnis: Weiß ich, ob ich wirklich glaube? Ganz zu schweigen von den Inhalten: Muss ich alles glauben, was meine Vorfahren bekannt haben? Darf ich mir ein eigenes Bekenntnis schaffen, in das ich aufnehme, was mir wichtig erscheint? Die Verunsicherung ist groß. Nicht zuletzt: Glaube ist kein Wissen. Dennoch schließt der Glaube – zumindest nach der reformatorischen Theologie – Gewissheit in sich. Wie ist diese Glaubensgewissheit trotz und in aller Unsicherheit begründet?

Der Tagungsband gibt Impulse zum Nachdenken über Wegen im Glaube und zum Glauben,
es ist aber keine Handlungsanweisung, denn Glauben ist nicht machbar
 
Die Evangelische Akademie im Rheinland hat in Kooperation mit der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel zu allen drei Geistesgaben Tagungen durchgeführt und in Veröffentlichungen dokumentiert. Dabei sollte es nicht nur um die Klärung des Begriffs gehen (Was ist Glaube?), sondern vor allem auch um ein Nachdenken über Wege im Glauben und zum Glauben. Die Titelfrage „Wie geht Glauben?“ wäre missverstanden, wenn man hier eine Art Anleitung zum Glauben erwarten würde. Glaube ist nicht ohne weiteres machbar. Er ist abhängig von Erfahrungen, die sich nicht erzwingen lassen. Insofern ist er unverfügbar. Und wenn der Glaube sich einstellt, dann versteht er sich als ein Geschenk, Glaubende sprechen davon, dass sie ihn als Gnade Gottes erleben. Darin ist die eigentümliche Gewissheit des Glaubens begründet.

Was kann theologisch verantwortet von dem christlichen Glauben gesagt werden?
Sieben theologische und philosophische Antworten

 

 

 

Bibliographische Angaben:

Wie geht Glauben?
Diskussion um einen theologischen Zentralbegriff
Hg.: Frank Vogelsang, Johannes von Lüpke
(= Begegnungen 43)
Bonn 2015
ISBN 978-3-937621-51-7
12,00 Euro

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Frank Vogelsang/Johannes von Lüpke/ hbl / 23.12.2015


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