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Mensch

Von Tieren lernen? Geh hin zur Ameise und lerne von ihr...

„Auch der klügste Schimpanse wird nicht in der Lage sein, jemals zum Mond zu fliegen“ – das sagte die bekannte Verhaltensforscherin Jane Goodall bei einem Interview im Mai dieses Jahres, das sie zum Kinostart des Films „Schimpansen“ gab.

Bison, Höhle von Altamira. Wikimedia Commons. Foto: Museo de Altamira y D. Rodríguez. CC BY-SA 3.0

Bison, Höhle von Altamira. Wikimedia Commons. Foto: Museo de Altamira y D. Rodríguez. CC BY-SA 3.0

Trotz der in der Vernunft begründeten grundlegenden Differenz zwischen Mensch und Tier  - die moderne Verhaltensforschung und noch viel mehr die Hirnforschung haben uns den Blick dafür geöffnet, dass wir unsere überkommenen Auffassungen über die Fähigkeiten und Gemeinsamkeiten bei Mensch und Tier überdenken und neu ordnen müssen. 

Die Tiere als Lehrmeister - Beispiele aus biblischen Texten 
„Geh zur Ameise, du Fauler, sieh ihre Wege und werde weise“, heißt es in den Sprüchen Salomos. Dieser Vers ist eines der biblischen Funde, auf die der katholische Theologe und Verhaltensbiologe Dr. Rainer Hagencord, in seinem Vortrag eingegangen ist. Der Leiter des Instituts für Theologische Zoologie stellte  biblische Textauszüge vor, in denen die Tiere als Lehrer des Menschen fungieren. „Für den biblischen Menschen scheint es kein Problem gewesen zu sein, von den Tieren zu lernen“, so Hagencord, der auch Kooperationspartner der Tagung war. 

Der Blick auf den lebendigen Kosmos
Der Journalist, Philosoph und Biologe Dr. Andreas Weber ging der grundsätzlichen Frage nach, was es überhaupt heißt, lebendig zu sein. Er betrachtet dazu den Menschen und alle Lebensformen seiner Umwelt und will den Blick auf einen lebendigen Kosmos öffnen.

Leiblichkeit als Brücke zwischen Mensch und Tier
Gemeinsam ist Mensch und Tier, dass beide lebendige Gestalt haben, Körper sind. Diese Leiblichkeit als Brücke zwischen Mensch und Tier stellt Akademiedirektor Dr. Frank Vogelsang in den Mittelpunkt seiner philosophischen Ausführungen.

Tiere als Partner des Therapeuten bei der tiergestützten Therapie
Als Partner des Therapeuten werden Tiere in der sogenannten tiergestützten Therapie einbezogen, die sich als erfolgreiche alternative Behandlungsmethode bei psychischen, aber auch bei körperlichen Erkrankungen und in der Pädagogik bewährt hat. Marie-Theres und Hans Scholten vom Jugendhilfezentrum Raphaelshaus in Dormagen stellten vor, wie ihre Therapietiere – Pferde, Lamas, Esel und Kamele – sie bei der pädagogischen Arbeit unterstützen und auf ihre Weise dazu beitragen, Wege des Vertrauens zu bahnen. 

Ein Blick in andere Kulturen: Tierbilder in der chinesischen Tradition
Viele Bilder in der chinesischen Tradition knüpfen an Tierformen und Tierbeispiele an. Ein Mensch kann tapsig wie ein Bär sein oder kraftvoll wie ein Tiger. PD Dr. Gisela Hildenbrand griff diesen interkulturellen Aspekt insbesondere im Blick auf die traditionelle chinesische Heilkunde auf.

 

hbl / 26.07.2013


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