Logo EKiR
epd-Landesdienst West, Logo

epd-Landesdienst West, Logo

epd-Landesdienst West, 14.11.2019

„Fridays for Future“-Aktivistin: Weiter auf besseres Klima hoffen

Köln (epd). Die Klimaaktivistin Jana Boltersdorf von „Fridays for Future“ hat für das Prinzip Hoffnung in Sachen Klimaschutz plädiert. „Und wenn es nur eine Chance von einem Prozent gäbe, die Klimakrise aufzuhalten, müssten wir alles versuchen“, sagte sie am Donnerstagabend bei einer Diskussionsveranstaltung in Köln. „Denn die Veränderung wird kommen - ob wir wollen oder nicht.“ 

Die Hoffnung aufzugeben sei keine Option: „Und wir müssen gemeinsam handeln, um die Geschichte zu schreiben, die wir schreiben wollen.“

Allerdings hätten auch die jungen Klimaschützer von „Fridays for Future“ nicht die perfekte Lösung, gab sie zu: „Sonst hätten wir sie euch längst gesagt.“ Die Kölnerin forderte demokratische Prozesse. „Eine Öko-Diktatur lehnen wir ab“, betonte sie. „Aber ohne staatliche Eingriffe wird es nicht gehen.“ 

Ein düsteres Bild der Zukunft der Erde zeichnete der katholische Theologe Thomas Ruster. Die Menschen seien gerade dabei, das Klima zu beenden, das menschliches Leben möglich mache, sagte der Professor für Systematische Theologie an der Technischen Universität Dortmund. Zudem sei Demokratie nicht die Staatsform, die eine Wende herbeiführen könne. Politiker richteten ihr Tun an der Mehrheit der Bevölkerung aus und müssten verhandeln und Kompromisse suchen. 

 

 „Mit der Natur kann man aber nicht verhandeln und Kompromisse schließen“, sagte Ruster in der Kölner Melanchthon-Akademie. Aus christlicher Perspektive bleibe jedoch Hoffnung: „Christen glauben an den Heiligen Geist, der nach biblischer Erfahrung ausweglose Situationen noch gewendet hat“, betonte der Theologe. „Der Geist Gottes sorgt dafür, dass wir noch Hoffnung haben können“.

 

Epd-Bericht zur Veranstaltung „Noch Hoffnung? "Fridays for Future" und der Anspruch christlicher Hoffnung“, die am 13. November 2019 in der Kölner Trinitatiskirche stattgefunden hat. Die Veranstaltung war eine Kooperation der Evangelischen Akademie im Rheinland und der Melanchthon-Akademie Köln. Sie fand statt in der Reihe „Was wir zu sagen haben. Zur Relevanz theologischer Rede in der Moderne.“

 
Quelle: Evangelischer Pressedienst (epd) West 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des epd-West.

epd, ms / 18.12.2019


Logo Akademie
Studienleitung

Twitter

Twitter aktivieren

Hier Twitter-Dienste aktivieren

Zum Blog von Frank Vogelsang Theologie & Naturwissenschaften Termine

RSS Feeds