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Videodokumentation 1. Akademietag in Solingen

Dr. Gerd B. Achenbach: Perfektes Leben in unperfekter Welt

„Nobody is perfect" sagen wir uns, wenn etwas nicht wie gewünscht klappt. Dennoch holt uns die Forderung nach Perfektion immer wieder ein, denn unsere Gesellschaft ist geprägt vom Leitbild eines selbstbewussten und selbstbestimmten Menschen. Der 1. Akademietag in Solingen „Der unperfekte Mensch“ setzte sich am 29. April 2017 kritisch damit auseinander.

Im Jahr des Reformationsjubiläums 2017 stand die reformatorische Entdeckung von der Sündenvergebung allein aus Gnade - "sola gratia" - immer wieder im Mittelpunkt. Aber sind "Gnade" und "Sünde" nicht alte Formeln, längst überholt?

Gerd B. Achenbach: Wir haben ein Wissen davon, was uns fehlt
Der Philosoph Gerd B Achenbach formulierte in seinem Vortrag etwas ganz Ähnliches in rein weltlichen Worten: Menschen streben nach Perfektion und können sie doch nicht erreichen. Mit dieser Diskrepanz müssen sie umgehen lernen, denn dem Menschen ist ein Streben nach Vollkommenheit eigen. Achenbach übersetzt das in: „Wir haben ein Wissen davon, dass uns etwas fehlt.“ Die Sehnsucht nach Vollkommenheit ist deshalb der Anfang alles Guten. Jedoch lauert hier auch eine Gefahr: Denn wer Perfektion anstrebt, kann gerade in diesem Streben unmenschliche Züge entwickeln, wie eine Weisheit frei nach Blaise Pascal feststellt.

hbl, ms / 07.05.2018


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