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Martin Luther King. Foto: picture-alliance dpa, Fotograf: DB/ fotolia.com

Martin Luther King. Foto: picture-alliance dpa, Fotograf: DB/ fotolia.com

Perspektiven sozialer Bewegungen im 21. Jahrhundert

Verändern kann nur, wer sichtbar ist

Am 15. Januar 2019, würde Martin Luther King 90 Jahre alt. Wie wenigen Menschen zuvor ist es dem amerikanischen farbigen Bürgerrechtler gelungen, nicht nur gesellschaftsweit den Blick auf Missstände zu lenken, sondern auch große Solidarisierungsbewegungen auszulösen. Die Evangelische Akademie im Rheinland und die Katholische Akademie 'Die Wolfsburg' würdigen dies mit einer Veranstaltung.

Eine kleine Handlung im Dezember 1955 löste eine große Bewegung aus: In den Südstaaten der USA besteht noch Rassentrennung. In einem überfüllten Bus in Montgomery/Alabama sollen Sitzreihen für Weiße geräumt werden. Eine Farbige, Rosa Parks, weigert sich aufzustehen. Sie wird verhaftet, angeklagt, ihr Fall wird bekannt. Martin Luther King, Baptistenprediger und spätere Leitfigur der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, organisiert über seine Netzwerke einen Busboykott, erst einmal nur ein Zeichen der Solidarität und der Gemeinschaft. Doch als Folge des Boykotts wird die Rassentrennung in Bussen der Stadt Montgomery aufgehoben, das Urteil wird zu einem entscheidenden Durchbruch für die Bürgerrechtsbewegung in den USA.

Wie hätte Martin Luther King seine Solidaritätskampagne im 21. Jahrhundert angestoßen? Damit beschäftigt sich ein Abend aus Anlass des 90. Geburtstages von Martin Luther King:

Verändern kann nur, wer sichtbar ist
Perspektiven sozialer Bewegungen im 21. Jahrhundert


Dienstag, 15. Januar 2019

Veranstaltungsort:
Forum Kreuzeskirche Essen
Kreuzeskirchstr. 16
45127 Essen

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.


Die Veranstalter, die Katholische Akademie 'Die Wolfsburg' und die Evangelische Akademie im Rheinland, haben zu diesem Abend die Journalistin Iva Krtalic, Beauftragte für Integration und interkulturelle Vielfalt beim Westdeutschen Rundfunk, und Ali Can, Menschenrechtsaktivist und Geschäftsführer des VielRespektZentrums Essen, eingeladen.

Logo der Kampagne

Logo der Kampagne "Bildung gegen rechts!" des eeb Nordrhein

Auf dem Podium: Iva Krtalic, WDR und Ali Can, Initiator der Kampagne #MeTwo 
Iva Krtalic ist seit 2016 Beauftragte für Integration und interkulturelle Vielfalt beim Westdeutschen Rundfunk (WDR). Zuvor hat sie Sendungen zu Migration und Integration, Flüchtlingspolitik, europäischer Politik sowie Vielfalt und Medien bei der Hörfunkwelle „Funkhaus Europa“ gestaltet und war als WDR-Koordinatorin an den ARD-Themenwochen „Toleranz“ und „Heimat“ beteiligt.

Ali Can hat das Schlagwort bzw. den Hashtag #MeTwo geprägt. #MeTwo (ich bin Zwei) drückt aus, dass Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer Identität beides vereinen, die Kultur ihres Ursprungslandes und die ihrer neuen Heimat. #MeTwo hat im Juni 2018 in den sozialen Netzwerken sehr schnelle und sehr große Resonanz ausgelöst – in ähnlicher Weise wie 2017 die Social-Media Kampagne gegen Alltagssexismus und Missbrauch, die unter dem Hashtag #MeToo (ich auch) geführt wird und die Ali Can bei seinem Hashtag bewusst als Anspielung nutzt.

Welche Perspektiven haben soziale Bewegungen im 21. Jahrhundert?
Sind also die neuen Medien und die dort geführten Debatten neue Ausgangspunkte von Bürgerrechtsbewegungen? Können von dort aus in politische Handlungen initiiert und gesellschaftliche Veränderungen werden? Und weiter: Haben solidarische Bewegungen angesichts einer immer unübersichtlicher werdenden Welt, einer immer mehr partikulierten Gesellschaft überhaupt noch die Kraft zur Veränderung?

„Das sind einige der Fragen, über die wir an diesem Abend ins Gespräch kommen möchten“, so die beiden Veranstalter, Tobias Henrix von der Wolfsburg und Dr. Frank Vogelsang von der Evangelischen Akademie im Rheinland.

Auftakt zur Kampagne „Bildung gegen rechts!“  des eeb Nordrhein
Der Abend ist gleichzeitig Auftakt zur Kampagne „Bildung gegen rechts!“ des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Nordrhein-Westfalen (eeb Nordrhein). Im ersten Halbjahr 2019 laden das eeb Nord und seine Zweigstellen im Rahmen dieser Kampagne zu Veranstaltungen ein, die für eine lebendige Demokratie und das gesellschaftliche Engagement aller Bürgerinnen und Bürger werben.

hbl, ms / 07.01.2019


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