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Mensch

Wer ruft, wenn sich das Gewissen meldet ?

Die Entwicklung des moralischen Urteilsvermögens stand im Mittelpunkt einer interdisziplinären Tagung im Dezember 2008.

© hobbitfoot - Fotolia.com

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Ist Gewissen erlernbar?

Der Begriff Gewissen bezeichnet eine moralische Instanz mit großer Akzeptanz. Demjenigen, der sich auf das Gewissen beruft, wird im Zuge dieser Akzeptanz zunächst  Ernsthaftigkeit und Urteilsvermögen unterstellt. Doch auf welchen Fähigkeiten beruht das Gewissen? Ist es erlernbar? Wer kann es beeinflussen? 

Bildungsarbeit hat die Aufgabe, einen Beitrag zur Gewissensentwicklung bei Kindern zu leisten Zu dem Prozess des Heranwachsens gehört die Ausbildung einer integrativen moralischen Persönlichkeit. Dennoch ist bis heute  umstritten, welche Einflussfaktoren wirken und wie sie wirken. Welchen Anteil haben kognitive Fähigkeiten, welchen Anteil haben emotionale und soziale Komponenten?

Gewissen - eine neurowissenschaftliche Größe?

Die Neurowissenschaften haben in den letzten Jahren ihre analytischen Möglichkeiten in großem Umfang verbessern können. So haben sie auch Vorgänge im Gehirn untersucht, die mit moralischen Entscheidungen und Abwägungen einhergehen. In manchen Bereichen der Pädagogik sind die Ergebnisse der Neurowissenschaften intensiv diskutiert worden. Ist das Gewissen nicht zuletzt eine Größe, die man neurowissenschaftlich erkunden kann? Welchen Anteil dagegen haben auch unberechenbare existentielle Momente, wie sie in der Redewendung  "Wem das Gewissen schlägt" zum Ausdruck kommen.  

Die Gewissensentwicklung - eine interdisziplinäre Erkundung

Ein interdisziplinäres Gespräch zwischen der Pädagogik, den Neurowissenschaften, der Entwicklungspsychologie, der Theologie und der Philosophie regte an, das Terrain zu erkunden.     
Gesprächspartner waren der renommierte Religionspädagoge Professor Dr. Dr. h.c. Karl Ernst Nipkow, Tübingen, Dr. Nicole Becker vom Institut für Erziehungswissenschaften an der Universität Tübingen, Professor Dr. Volker Ladenthin vom Institut für Erziehungswissenschaften an der Universität Bonn, der Direktor der Abteilung für Medizinische Psychologie, Zentrum für Nervenheilkunde am Universitätsklinikum Bonn, Professor Dr. med. Dr. phil. Henrik Walter, und  Prof. Dr. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt, Leiterin der Abteilung Neuroanatomie an der Fakultät für Biologie, Universität Bielefeld.

Hier eingestellt finden Sie die Referate von Professor Dr. Dr. h.c. Karl Ernst Nipkow und Dr. Nicole Becker

 

Frank Vogelsang/hbl / 09.01.2009


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