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Positionen zum Verhältnis von Wissenschaft und Religion

Lasst uns reden! Christliche und humanistische Positionen im Gespräch

Wie frei ist der Mensch wirklich? Eine Veranstaltung am 3. Juli 2018 in in der Kreuzeskirche, Essen, thematisierte den Begriff der Freiheit im Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft und Religion. Zu dem Abend hatten die Akademie für säkularen Humanismus und die Evangelische Akademie im Rheinland eingeladen. Die Videodokumentation ist jetzt hier und auf unserem YouTube-Kanal abrufbar.

Der Physiker und Naturalist Helmut Fink und der Ingenieur und Theologe Dr. Frank Vogelsang diskutierten über das Verhältnis von Wissenschaft und Religion aus humanistischer und christlicher Perspektive. Der Fokus lag bei dieser zweiten Veranstaltung der Reihe "Lasst uns reden!" auf dem Verständnis der menschlichen Freiheit. Die  Journalistin Irene Dänzer-Vanotti moderierte den Abend.

Was charakterisiert menschliche Freiheit?

Die Diskussion zeigte, wie schwierig es ist, genau zu sagen, was man unter menschlicher Freiheit versteht. In zwei Punkten waren sich die beiden Diskutanten einig:

Erstens: Menschliche Freiheit ist keine absolute Freiheit, ähnlich einem reinen Zufall.

Zweitens: Andererseits ist es verkürzt, von einem ausschließlich determinierten Verhalten auszugehen.

Wie genau soll man die endliche, menschliche Freiheit fassen? 

Helmut Fink plädierte für die philosophische Position der Vereinbarkeit (Kompatibilismus) - die Freiheit ist vereinbar mit der naturwissenschaftlichen Beschreibung des Menschen. Frank Vogelsang verwies auf die christliche Rede von der Freiheit. Das Ich lebt nach christlichem Verständnis aus einer anderen Quelle. Sie rechnet die Freiheit nicht dem Ich zu, sondern Gott. Christinnen und Christen können nur bezeugen, dass sie das eigene Handeln in Christus als frei erleben.

Für den Abend hatten Helmut Fink und Dr. Frank Vogelsang jeweils Thesen vorbereitet: 

Helmut Fink. Foto privat Helmut Fink. Foto privat


Helmut Fink:

„Der Mensch ist auch dann determiniert, wenn er es nicht merkt.“

SeineThese:
"Menschliche Freiheit hat stets materielle Voraussetzungen und Grenzen. Die biologische Natur unseres Gehirns gehört dazu. Unser Wille, unsere Entscheidungen und unser Freiheitsgefühl sind ein Produkt natürlicher Prozesse."

Das ausführliche Thesenpapier von Helmut Fink ist am Schluss des Artikels zum Download bereit gestellt.

Mehr Information: www.saekularer-humanismus.de
 

Dr. Frank Vogelsang. Foto: Andrea Zmrzlak Dr. Frank Vogelsang. Foto: Andrea Zmrzlak

Dr. Frank Vogelsang:

„Der Mensch ist auch dann frei, wenn er es nicht merkt.“

Seine These:
"Freiheit ist keine Eigenschaft, die man messen könnte. Freiheit ist vielmehr eine Bedingung, die immer schon gegeben ist, aus der wir leben. Für Christinnen und Christen ist klar: Gott schenkt die Freiheit, aus der wir leben."

Das ausführliche Thesenpapier von Frank Vogelsang ist am Schluss des Artikels zum Download bereit gestellt.

Ein offenes Gespräch von unterschiedlichen Standpunkten aus
Wichtig ist bei diesem Format die Form des Gesprächs: Gespräche kann man führen als offene Gespräche oder als Scheingespräche. Bei Scheingesprächen kommt es auf die Außenwirkung an, wir erleben dies etwa bei Talkshows. In offenen Gesprächen kommt es auf den Austausch von Argumenten an. Sie müssen auf ihre Überzeugungskraft hin geprüft werden, nicht auf ihre mobilisierende Wirkung. Am Ende muss kein Konsens stehen, aber vielleicht Nachdenklichkeit oder ein größeres Verständnis der jeweils anderen Seite.

Mit Neugier und Bereitschaft zum Zweifel
Offene Gespräche setzen echte Fragen voraus. Fragen, die zeigen, dass man selbst nicht alles gut und schlüssig begründen kann. An diesem Abend geht es um den Mut, sich in einem offenen Gespräch solchen echten Fragen auszusetzen.

Über die Thesen können Sie mit Dr. Frank Vogelsang auf seinem Blog ins Gespräch kommen.

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hbl, ms / 03.09.2018



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