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Drei leere Stühle warten auf ihre Gesprächspartner. Bildnachweis: Alexandra Ignatyeva – shutterstock.com Bildnachweis: Alexandra Ignatyeva – shutterstock.com

Positionen zum Verhältnis von Wissenschaft und Religion

Lasst uns reden! Christliche und humanistische Positionen im Gespräch

Wie frei ist der Mensch wirklich? Ein Abend in der Kreuzeskirche in Essen thematisiert den Begriff der Freiheit im Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft und Religion. Zu dem Abend laden die Akademie für säkularen Humanismus und die Evangelische Akademie im Rheinland ein.

Oft reden sie nur unter sich: Christinnen und Christen reden miteinander. Humanistinnen und Humanisten reden miteinander. Die Veranstaltung am 3. Juli 2018 lädt zum zweiten Male zu einem offenen Austausch zwischen den beiden unterschiedlichen Positionen und Sichtweisen an.

Der Physiker und Naturalist Helmut Fink und der Ingenieur und Theologe Dr. Frank Vogelsang diskutieren über das Verhältnis von Wissenschaft und Religion aus humanistischer und christlicher Perspektive. Der Fokus  des Abends liegt auf dem Verständnis der menschlichen Freiheit. Der Abend wird moderiert von der Journalistin Irene Dänzer-Vanotti.

Im November 2017 hat bereits eine erste Veranstaltung in diesem Format in der Kreuzeskirche stattgefunden; dabei stand die Wirklichkeitsauffassung zur Diskussion.

Ein offenes Gespräch von unterschiedlichen Standpunkten aus
Wichtig ist bei diesem Format die Form des Gesprächs: Gespräche kann man führen als offene Gespräche oder als Scheingespräche. Bei Scheingesprächen kommt es auf die Außenwirkung an, wir erleben dies etwa bei Talkshows. In offenen Gesprächen kommt es auf den Austausch von Argumenten an. Sie müssen auf ihre Überzeugungskraft hin geprüft werden, nicht auf ihre mobilisierende Wirkung. Am Ende muss kein Konsens stehen, aber vielleicht Nachdenklichkeit oder ein größeres Verständnis der jeweils anderen Seite.

Mit Neugier und Bereitschaft zum Zweifel
Offene Gespräche setzen echte Fragen voraus. Fragen, die zeigen, dass man selbst nicht alles gut und schlüssig begründen kann. An diesem Abend geht es um den Mut, sich in einem offenen Gespräch solchen echten Fragen auszusetzen.

Dazu haben Helmut Fink und Dr. Frank Vogelsang jeweils Thesen vorbereitet: 

Helmut Fink. Foto privat Helmut Fink. Foto privat


Helmut Fink:

„Der Mensch ist auch dann determiniert, wenn er es nicht merkt.“

SeineThese:
"Menschliche Freiheit hat stets materielle Voraussetzungen und Grenzen. Die biologische Natur unseres Gehirns gehört dazu. Unser Wille, unsere Entscheidungen und unser Freiheitsgefühl sind ein Produkt natürlicher Prozesse."

Das ausführliche Thesenpapier von Helmut Fink wird am Schluss des Artikels zum Download bereit gestellt, sobald es vorliegt.

Mehr Information: www.saekularer-humanismus.de
 

Dr. Frank Vogelsang. Foto: Andrea Zmrzlak Dr. Frank Vogelsang. Foto: Andrea Zmrzlak

Dr. Frank Vogelsang:

„Der Mensch ist auch dann frei, wenn er es nicht merkt.“

Seine These:
"Freiheit ist keine Eigenschaft, die man messen könnte. Freiheit ist vielmehr eine Bedingung, die immer schon gegeben ist, aus der wir leben. Für Christinnen und Christen ist klar: Gott schenkt die Freiheit, aus der wir leben."

Das ausführliche Thesenpapier von Frank Vogelsang ist am Schluss des Artikels zum Download bereit gestellt.
 

Praktische Hinweise:

Dienstag, 3. Juli 2018, 19 - 21 Uhr

Veranstaltungsort:

Kreuzeskirche Essen
Kreuzeskirchstraße 16
45127 Essen-City

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.

Kooperationspartner des Abends: Forum Kreuzeskirche

Kontakt:
Evangelische Akademie im Rheinland.
Telefon: 0228 479898-50
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hbl, ms / 30.05.2018



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