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Theologie & Naturwissenschaften

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Vortrag von Professor Dr. Wolfgang Huber, ehemaliger EKD-Ratsvorsitzender

"Selbstbestimmt mit der Gabe des Lebens umgehen?"

Zurzeit findet eine intensive Debatte um die Möglichkeiten und Grenzen eines assistierten Suizids statt. Ein Debattenbeitrag des ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Professor Dr. Wolfgang Huber, gehalten bei einer gemeinsamen Online-Veranstaltung von Evangelischer Akademie im Rheinland, Evangelischen Forum Bonn und Melanchthon-Akademie Köln. 

Der Ausgangspunkt der Debatte um den assistierten Suizid  liegt schon ein Jahr zurück: Das Bundesverfassungsgericht reagierte auf einen Beschluss des Bundestags 2015, die „geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“ zu verbieten. Das Bundesverfassungsgericht wertete die Freiheitsrechte der Einzelnen höher, sich gegebenenfalls mit Hilfe von Assistenz das Leben zu nehmen, und hob deshalb das Verbot wieder auf. Nun ist erneut der Gesetzgeber gefragt.

Doch viel tiefer geht die ethische Diskussion des Problems: Welche Menschenbilder leiten die Positionen für oder gegen die Ermöglichung von assistiertem Suizid? Evangelische Stimmen haben sich in den letzten Wochen mit unterschiedlichen Voten zu Wort gemeldet, eine offene Debatte ist entstanden.

Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Prof. Dr. Wolfgang Huber ist einer der Beteiligten dieser Diskussion. In dem Vortrag, den das Video dokumentiert, stellt er seine Position dar. Nach seiner Auffassung darf der professionelle, assistierte Suizid nicht zu einer Handlungsform in kirchlichen Pflegeeinrichtungen werden. Demgegenüber plädiert er für palliative Maßnahmen. So ließe sich verhindern, dass Menschen ihre Situation als ausweglos ansehen und den assistierten Suizid verlangen.

Zur Person:
Professor Dr. Wolfgang Huber (*1942) hat evangelische Theologie studiert, nach Promotion und Vikariat war er von 1968 bis 1980 Mitarbeiter und stellvertretender Leiter der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg. Es folgte nach der Habilitation 1980 bis 1984 eine Professur für Sozialethik an der Universität Marburg, von 1984 bis 1994 eine Professur für Systematische Theologie an der Universität Heidelberg. Von 1994 bis 2009 war er Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz. Seit 1995 ist er Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Heidelberg.

In der Evangelischen Kirche hat Professor Huber immer wieder Ämter wahrgenommen: Von 1983 bis 1985 war er Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages, von 1997 bis 2009 Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), davon von 2009 bis 2009 als Vorsitzender des Rates der EKD. Huber führt viele seiner Ehrenämter fort und widmet sich darüber hinaus verstärkt der Wertevermittlung in Wirtschaft und Gesellschaft.

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Frank Vogelsang/hbl / 26.02.2021



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