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Mensch

Forum Neuroethik

2007 ist das Forum Neuroethik in Bonn gegründet worden, eine Kooperation der Evangelischen Akademie im Rheinland mit der Klinik für Epileptologie der Universität Bonn.

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Zur Gründungstagung an der Akademie wurden Vorträge und Impulse zum Tagungsthema „Ohne Hirn ist alles nichts. Die ethischen Herausforderungen der Neurowissenschaften" gehalten. Es kamen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Philosophen, Theologinnen und Vertretern der Medien. Am Samstagvormittag gab es zwei Diskussionsforen zwischen Fachwissenschaftlern und Medienvertretern.

Die Folgen der neurologischen Forschung für das Menschenbild: Wie ist es um die Freiheit des Menschen bestellt? diskutierten Prof. Dr. med. Dr. phil Georg Northoff von der Klinkik für Psychiatrie des Universitätsklinikums Magdeburg, Prof. Dr. Michael Pauen vom  Institut für Philosophie der Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg und Dr. Carsten Könnecker, Zeitschrift "Gehirn & Geist".

Zum Thema Mein Gehirn als öffentlicher Raum? Die Debatte um bildgebende Verfahren und "brain privacy" diskutierten Prof. Dr. med. Dr. phil.  Henrik Walter von der  Abteilung für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Bonn, Prof. Dr. Ludger Honnefelder, Geschäftsführender Direktor der Abteilung für biomedizinisches Ethik am Institut für Wissenschaft und Ethik, Bonn, mit Ulrich Schnabel von der "Zeit" und Johannes Seiler vom Bonner General-Anzeiger.

Die Neurowissenschaften entwickeln sich mit großer Geschwindigkeit: In den letzten 20 Jahren haben das Wissen um die Funktionsweise des Gehirns und um die Möglichkeiten bildgebender Verfahren zur Beobachutng des Gehirns, aber auch die Möglichkeiten, in das Gehirn operativ einzugreifen, rapide zugenommen. Das Forum Neuroethik wird sich schwerpunktmäßig den folgenden zwei Themenfeldern widmen:

Zum einen geht es in dem Forum Neuroethik um die grundsätzliche Betrachtungen zum Menschenbild. Die geltenden Auffassungen werden durch die Erkenntnisse der Neurowissenschaften neu herausgefordert: Hat der Mensch einen freien Willen? Was ist Moralität? Was ist Religiosität? Wie kann man belegen, dass dem Menschen Würde zukommt, dass er ein Geschöpf Gottes ist? Wie kann man die christlichen Einsichten in das Menschsein so formulieren, dass sie auch angesichts der Erkenntnisse der Neurowissenschaften verstanden werden? Welche Grenzen hat eine wissenschaftliche Beschreibung vom Menschen, was können die Wissenschaften mit ihren Methoden nicht erfassen?

Zum anderen geht es um die Anwendungsmöglichkeit der neuen Erkenntnisse. Welche chirurgischen Eingriffe sind möglich? Wo lindern sie nur eine Krankheit, wo greifen sie bereits  in die Integrität der Person ein? Wie kann man künftigen Missbrauch von Psychopharmaka wehren, die immer besser werden, mit immer weniger Nebenwirkungen? Wie geht man mit der Möglichkeit um, den Menschen durch künstliche Mittel leistungsfähiger zu machen? Sind in ferner Zukunft Mensch-Maschine-Schnittstellen direkt im Gehirn wünschenswert, wie kann man den damit verbundenen Größenphantasien wehren?

 

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Frank Vogelsang/hbl / 13.02.2007



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