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Welt

Das Leben - Was ist das?

Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Abendveranstaltung der Akademie im Jahr 2007. Hier kamen biologische, philosophische wie auch theologische Stimmen zu Wort.

Die Biologie, die Wissenschaft vom Leben, ist eine hochdynamische Wissenschaft und macht gerade in jüngster Zeit erhebliche Fortschritte. So ging z.B. 2007 die Meldung durch die Medien, dass es japanischen und amerikanischen Forscherteams gelungen war, Stammzellen aus Haut- und Bindegewebszellen zu gewinnen - nach einhelliger Meinung der Forscher ein großer Schritt, um grundlegende Prozesse des Lebens zu verstehen. Offensichtlich hat die Biologie in den letzten Jahrzehnten viele Einsichten in die Gestaltung der Lebensprozesse gewonnen. Doch hat sie damit auch verstanden, was das Leben ist? 

Was ist das Leben, was genau ist es, das alle Lebensformen eint? Die naturwissenschaftliche Forschung hat viele Erkenntnisse gewonnen, aber dennoch bleiben Fragen. Kann man überhaupt aus der Perspektive einer einzelnen wissenschaftlichen Disziplin das Phänomen Leben vollständig erfassen?


Oft wird das Leben durch seinen Gegensatz näher bestimmt. Was aber steht im Gegensatz zum Leben: Ist es die unbelebte Natur, die Materie oder ist es der Tod? Schon hier zeigen sich konzeptionelle Weichenstellungen für die Beschreibung. Mit dem Thema des Todes kommen existentielle Fragestellungen ins Spiel. Der Tod ist keine wissenschaftliche Kategorie, es gibt keine objektive, eindeutige Definition des Todes. Die Diskussion auf der Veranstaltung unterstrich deshalb die Notwendigkeit eines interdisziplinären Zugang zu dem Phänomen Leben und fragte, ob nicht auf diese Weise ein besseres Verständnis des Phänomens Leben möglich wird.

In seinem Einführungsstatement betonte Prof. Dr. Jörg Hacker, damals Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Institutsleiter am Institut für molekulare Infektionsbiologie an der Universität Würzburg, dass die DFG für einen solchen interdisziplinären Dialog eintrete. Ein solcher Dialog sei notwendig und leiste nicht zuletzt einen Beitrag dazu, die "Wissenschaft auf die Marktplätze zu tragen". Im Alten Testament sei bereits die Frage nach dem Wesen des Menschen gestellt, wenn es z.B. in Psalm 8 heißt: "Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?"  Theologie und Naturwissenschaften könnten bei der Erforschung dieser Frage je ihren eigenen Beitrag. In diesem interdisziplinären Dialog dürfe es jedoch keine voreiligen Forschungs- und Denkverbote geben. Zum Schluss resümierte Hacker mit den Worten des Botanikers und Entdeckers der Mendelschen Gesetze, Gregor Mendel: "Es bedarf einigen Mutes, sich dieser Aufgabe zu stellen."

Anbei sind die Thesen von Dr. Stefan Schaede und Prof. Dr. Philipp Stoellger dokumentiert, die während der Veranstaltung vorgetragen wurden.

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Frank Vogelsang/hbl / 10.12.2007



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