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Theologie & Naturwissenschaften

Um es gleich zu Beginn zu sagen: Die verbreitete Auffassung, Theologie und Naturwissenschaften seien zueinander gegensätzlich wie Feuer und Wasser, ist ein Mythos.

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Hier finden Sie Termine aus dem Themenschwerpunkt Menschenbilder, Weltbilder, Gottesbilder.

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Mensch

Forum Bioethik der Evangelischen Kirche im Rheinland gegründet

Mit der Gründung des Forums Bioethik wird der Einsicht Rechnung getragen, dass die ethischen Fragen der Biowissenschaften und Biotechnologien eine grundlegende Bedeutung für unsere Gesellschaft haben.

www.photocase.com. Fotograf: Dommy www.photocase.com. Fotograf: Dommy

In dem Maße, in dem das Wissen und die Handlungsmöglichkeiten im Bereich der Biotechnologien wachsen, in dem gleichen Maße stellen sich erhebliche Fragen, wo die Grenzen der Anwendung des Wissens sind. Klar ist: nicht alles, was getan werden kann, darf auch getan werden. Wie und wo sind aber die Grenzen abzustecken?

Das Themenfeld ist sehr weit gespannt und erfasst die Grundlagenforschung im Bereich der Genetik ebenso wie die Anwendung im Bereich der Fruchtbarkeitsmedizin, sie reicht von den Fragen des Anfangs menschlichen Lebens bis zu den Eingriffsmöglichkeiten am Ende des menschlichen Lebens.

Die Kirchen sind in diesen Fragen besonders herausgefordert. Leben ist nicht nur eine Kategorie der Biologie, sondern auch ein zentraler Begriff der Theologie. Deshalb ist es wichtig, die Diskussionen auf den unterschiedlichen Ebenen kirchlichen Handelns lebendig zu gestalten und zur aktiven Mitwirkung einzuladen.

Die Evangelischen Kirche im Rheinland diskutiert diese Fragen seit einigen Jahren unter anderem in dem Forum Bioethik. Den Hauptvortrag hielt bei der ersten Veranstaltung im Jahre 2007 Ulrich Eibach, Professor für Systematische Theologie und Ethik an der Universität Bonn. Er sprach über "Medizinischer Fortschritt und die Krise der Ziele der Medizin - Ist der medizinische Fortschritt automatisch ein Fortschritt zu mehr Humanität?". Eibach nahm kritisch zu Entwicklungen in der modernen Medizin Stellung. Er hob unter anderem hervor, dass in dem bestehenden Gesundheitssystem durch falsche Anreize die Ziele der Medizin nicht mehr deutlich seien. Insbesondere die ökonomischen Anreizsysteme führten immer wieder zu Resultaten, die einer bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung mit medizinischen Leistungen entgegenstünden. Den Vortrag von Professor Eibach finden Sie zum Download am Ende dieses Artikels.

In der anschließenden Debatte unter der Moderation von Dr. Frank Vogelsang und Professor Dr. Johannes von Lüpke, Kirchliche Hochschule Wuppertal, wurde auf die neueren Entwicklungen in der Medizin hingewiesen, die infolge der kostenintensiven medizinischen und biotechnologischen Forschung die ökonomischen Aspekte immer mehr in den Vordergrund treten lassen. Es wurde gefordert, die eigentlichen Ziele der medizinischen Anwendungen wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen.


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Frank Vogelsang/hbl / 23.05.2007



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