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Akademiedirektor Dr. Frank Vogelsang. Foto: Andrea Zmrzlak Foto: Andrea Zmrzlak

Akademiedirektor

Dr. Frank Vogelsang

Sowohl naturwissenschaftliche als auch philosophische und theologische Themen haben mich immer schon interessiert. Insofern ist es nicht ganz zufällig, dass sich mein Lebensweg immer entlang der Grenze zwischen den Geistes- und Naturwissenschaften bewegt hat. Studiert habe ich die Fächer Elektrotechnik mit einem Diplomabschluss und evangelische Theologie mit dem ersten kirchlichen Examen.

Auf die Studienzeit folgte von 1994 bis 1997 ein Forschungsprojekt an der Ingenieurkammer Niedersachsen zu der Frage, wie Ingenieurinnen und Ingenieure ihr berufliches Handeln mit ethischen Orientierungen verbinden können. Eine Dissertation zu dem Thema der Ingenieurethik schloss sich an das Projekt an.

Ab 1997 folgten einige Jahre in der Politik. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Edelgard Bulmahn und dann als Geschäftsführer des Wissenschaftsforums beim SPD-Parteivorstand in Berlin rückten forschungspolitische Fragestellungen in den Vordergrund.

Seit 2002 bin ich an der Evangelischen Akademie im Rheinland tätig, zunächst als Studienleiter, seit 2005 als Direktor der Akademie. Mein Arbeitsschwerpunkt ist der Dialog zwischen den Naturwissenschaften und den Geisteswissenschaften im Allgemeinen, der Theologie im Besonderen, sowie Fragen der Ethik im Bereich von Wissenschaft und Technik, etwa in der Bioethik.

Vor allem geht es mir um die Frage: Welche Bedeutung hat heute noch die Rede von Gott, wenn die Naturwissenschaften doch die Welt und den Menschen immer genauer und exakter beschreiben können? Einen Schlüssel zur Beantwortung der Frage stellt meiner Ansicht nach eine umfassenden Beschreibung der Wirklichkeit dar. Diese Wirklichkeit ist nicht ausschließlich mit objektivierenden Methoden beschreibbar. Sie geht weit darüber hinaus, wie eine leiborientierte phänomenologische Betrachtung zeigen kann. In drei umfangreicheren Publikationen habe ich mich unter Aufnahme zentraler Gedanken der Philosophen Maurice Merleau-Ponty, Paul Ricoeur und Bernhard Waldenfels um eine präzisere Beschreibung von unterschiedlichen Erscheinungsweisen von Wirklichkeit bemüht.

Auch die Theologie kann das Geheimnis nicht lüften. Sie kann ihm aber als Antwort auf Gottes Zuwendung einen bestimmten Ausdruck geben. Eine Theologie, die ihre Grenzen bewusst reflektiert, ist eine weisheitliche Theologie. Sie fragt danach, wie sich das Unaussprechliche der Wirklichkeit, wie sich ihr Geheimnis in der christlichen Tradition, in unserem Alltag, in unserer Spiritualität zeigt. Diese Theologie sucht gerade nach den Orten, wo unsere Fähigkeit, etwas exakt zu beschreiben oder zu gestalten, schwindet. Denn diese Orte sind es, an denen wir dem Geheimnis der Welt auf die Spur kommen können.

Die Theologie bezeugt, dass der barmherzige Gott das Geheimnis der Welt ist. Dabei kommt es entscheidend darauf an, eine überzeugende Sprache zu finden, um sich dem Geheimnis nähern zu können, um von ihm reden zu können. Dann zeigt sich, dass die Rede von Gott es tatsächlich mit Wirklichkeit zu tun hat. Die Theologie kann dann eine Sprache bereitstellen, die wirklichkeitserschließende Kraft hat. Diese Sprache muss sich auch im Alltag bewähren. Dann kann sie zu neuen Einsichten führt, ohne die Erfolge und Errungenschaften der Naturwissenschaften zu verneinen.

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Frank Vogelsang / 04.04.2016



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