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Gemälde Paul Klee: Hauptweg und Nebenwege (1929). Foto: Wikimedia Commons Paul Klee: Hauptweg und Nebenwege (1929). Wikimedia Commons

Veröffentlichung von Dr. Frank Vogelsang in der Reihe "Fermenta Philosophica" des Alber Verlages

Die Rede von Gott in einer offenen Wirklichkeit

Die offene Wirklichkeit ist größer, als wir denken. Darüber zu reden, ist ein Wagnis, zu dem die Rede von Gott immer wieder neu einlädt. Hierbei zeigen sich Wege, Wirklichkeit neu zu entdecken. Das ist die zentrale Aussage, die Dr. Frank Vogelsang in seiner philosophischen Arbeit darlegt, die im Alber-Verlag, Freiburg, erschienen ist.

Gemeinhin sind die Naturwissenschaften zu der maßgebenden Autorität der Wirklichkeitsdeutung avanciert. In weit verbreiteten Reaktionen auf deren Erfolg wird der Aussagebereich einer Rede von Gott eher auf ein unspezifisches Jenseits oder auf das subjektive Empfinden und moralische Handeln von Individuen eingeschränkt.

Erzählungen erschließen Wirklichkeit
Die philosophisch-phänomenologische Analyse weist aber auf, dass die Wirklichkeit, mit der der leiblich existierende Mensch immer schon verbunden ist, umfassender ist als das, was objektivierende Darstellungen zeigen können. Narrative Formen und metaphorische Ausdrücke erschließen Wirklichkeit in einer gegenüber den Naturwissenschaften eigenständigen Erscheinungsweise. Die Auslegung von Texten mittels hermeneutischer Methoden zeigt fragile und von Spannungen gekennzeichnete Ordnungen einer kontingenten geschichtlichen Wirklichkeit. Dazu gehört auch die christliche Rede von Gott, die an die Erzählungen des biblischen Kanons anknüpft.

Die Grenzen des Aussagbaren sind nicht zugleich die Grenzen der Wirklichkeit
Darüber hinaus gibt es eine weitere Erscheinungsweise der Wirklichkeit mit nur indirekt beschreibbaren Phänomenen, die aber eine große Relevanz für das Wirklichkeitsverständnis hat. Die Rede von Gott erhöht mit Hilfe einer Vielzahl von Grenzausdrücken die Aufmerksamkeit für diese Phänomene.

Einige Grenzausdrücke wie »Reich Gottes«, »Gott der Vater«, »In Christus sein« werden im Lauf der Untersuchung mit phänomenologischen Methoden interpretiert.

Die Rede von Gott kann nicht nur, sie muss ein philosophisches Thema sein
"Ich gehe in dieser Arbeit davon aus, dass die Rede von Gott nicht nur ein philosophisches Thema sein kann, sondern sein muss, sofern man unter der Philosophie eine selbstkritische und argumentative Auseinandersetzung mit den Bedingungen menschlicher Erkenntnis versteht. Wer die Rede von Gott reflektieren will, muss diese Bedingungen beachten. Eine unvoreingenommene philosophische Reflexion der Rede von Gott als menschlicher Rede ist ein zentrales theologisches Anliegen. Hierbei werden die Grenzen des Aussagbaren thematisiert. Die leibphänomenologische Analyse der Wirklichkeit zeigt, dass die Grenzen des Aussagbaren nicht zugleich auch die Grenzen der Wirklichkeit sind. Die offene Wirklichkeit ist größer, als wir denken. Darüber zu reden, ist ein Wagnis, zu dem die Rede von Gott immer wieder neu einlädt. Hierbei zeigen sich Wege, Wirklichkeit neu zu entdecken", begründet Frank Vogelsang die von ihm gewählte Herangehensweise an seinen Untersuchungsgegenstand, die Rede von Gott in einer offenen Wirklichkeit.

Frank Vogelsang: Die Rede von Gott in einer offenen Wirklichkeit, 2016. Frank Vogelsang: Die Rede von Gott in einer offenen Wirklichkeit, 2016.

Bibliographische Angaben:

Frank Vogelsang
Die Rede von Gott
in einer offenen Wirklichkeit
Phänomenologisch-hermeneutische
Untersuchungen nach
Merleau-Ponty, Ricoeur und Waldenfels
Verlag Karl Alber: Freiburg/München 2016

376 Seiten
13,5 x 21,5 cm. Kartoniert
€ 39,99 / € [A] 41,10
ISBN 978-3-495-48822-5

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hbl / 17.05.2017



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